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Die Stiftung Kunstforum Ostdeutsche Galerie sammelt, bewahrt und zeigt in ihrer Schausammlung sowie in Ausstellungen, Werke der bildenden Kunst von Künstlerinnen und Künstlern aus der Zeit von ca. 1800 bis heute, die in den historischen deutschen Ostgebieten und den früheren oder noch bestehenden deutschen Siedlungsgebieten im östlichen Mitteleuropa und Südeuropa beheimatet oder dort tätig waren oder sind oder sich mit ihrer Arbeit diesen Gebieten besonders verpflichtet fühlen. Die Arbeit dieser Künstlerinnen und Künstler soll maßgebend für die deutsche und europäische Kunstentwicklung geworden sein.
Stifter sind die Bundesrepublik Deutschland, der Freistaat Bayern und die Stadt Regensburg. Den Grundstock der Sammlungen bilden ursprüngliche Bestände des Adalbert Stifter Vereins München und der Künstlergilde Esslingen. Im Verlaufe der Zeit wurden die Sammlungen (Malerei, Plastik, grafische Sammlung) kontinuierlich ausgebaut: Sie umfassen heute ca. 2 500 Werke der Malerei und Skulpturen sowie 30 000 grafische Blätter. Sitz des Kunstforums ist ein attraktives Museumsensemble im Stadtpark von Regensburg mit vier Baukomplexen, das nach einer umfassenden Sanierung 1993 neu eröffnet wurde.
Die Galerie präsentiert eine Spezialsammlung von europäischem Rang zur Kunst der historischen deutschen Ostge-biete, die Werke von der Romantik bis zur Gegenwart umfasst. Vertreten sind so namhafte Künstler wie Lovis Corinth, Käthe Kollwitz, Adolph Menzel, Otto Dix, Oskar Kokoschka und andere. Besonderes Gewicht liegt auf der Darstellung der künstlerischen Wechselwirkungen im alten Mitteleuropa zwischen Prag und Paris, Königsberg und Kronstadt, Berlin und Breslau, die Deutschlands Weg in die Moderne maßgeblich bestimmten. Die Galerie kooperiert mit Museen in Breslau, Pilsen, Prag, Budapest und Riga, wobei die Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kunst im neuen mitteleuropäischen Kontext zunehmend in den Fokus rückt.